„5 Tage Exclusiv“ – Story – Tag 4

„Pure Verzweiflung“

Ich war einsam, verlassen und wollte spüren, dass ich geliebt werde. Zumindest waren das MEINE Gefühle.

Was ich jetzt schreibe, erzählt man nun wirklich nicht! Das gibt jetzt bestimmt Ärger oder shit-storm!

Ich für mich hatte mit meiner Ehe bereits abgeschlossen. Aber Kommunikation ist eben alles. Und ich dachte, du denkst… Oder Ich dachte, du wüsstest das… oder, oder, oder… Naja, sprechen kann klärend sein, lebt aber auch von Tun. Zum Sprechen braucht man aber Luft. Die hatte ich schon lange nicht mehr. Und ich dachte, mein Verhalten sei aussagekräftig genug.

MEIN Thema war, ich wollte nie nur 1 Kind. Aber um Kinder zu bekommen, müssen bestimmte Dinge passieren. Aber da wir nicht sprachen, führte Unwissenheit zu Missverständnissen. Und da bin ich dann eben auch extrem.

Wenn ich erstmal eine Entscheidung für mich getroffen habe, dann geh ich meinen Weg.

Eines Nachts, in meiner Einsamkeit, googelte ich so durchs Internet und bin auf eine Seite gestoßen, wo ich heute nicht mal mehr den Namen weiß, und habe mir ein Profil angelegt. Eigentlich aus purer Neugier ohne wirkliche Absicht einer Tat.

Mein Gott war ich naiv und bescheuert. Aber das Universum meinte es gut mit mir und ich traf auf einen Mann im Netz, der mir das auch ziemlich schnell mitteilte. Nach 3 Tagen hatte ich mich wieder abgemeldet, denn ich hatte, wovon ich noch nicht wusste, dass ich es brauchte.

Weil wir Menschen von Natur aus neugierig sind: Ich weiß den Namen der Seite wirklich nicht mehr aus dem Kopf! Ich sag nur so viel, damals war 50 Shades of Grey grad voll aktuell. Ja, ich hab die Filme auch gesehen. Und ich habe es über 6 Monate auch gelebt. Nur dass mein Mr. Grey nicht stinke reich war.

Ich hatte wirklich Glück, nicht auf einen Psychopathen getroffen zu sein. Aber ich habe auf brutale Art meinen ganzen Körper fühlen gelernt.

Ob ich nicht schon genug Schmerzen hatte?

Nein! Mir taten meine Wunden weh, mir tat mein Kopf vom Denken weh, aber ich drehte mich im Kreis, ich spürte hauptsächlich Leere.

Ich wusste nicht wer ich war oder was mich ausmacht – wofür ich liebenswert bin.

Die Beziehung zu „Mr. Grey“ hat ziemlich schnell die Ebene gewechselt. Inwieweit er mich in eine Abhängigkeit bringen wollte, stell ich mal so in den Raum. Ich habe sein Spiel gespielt und mein Exmann hat mich in der Zeit immer schön in die Realität zurückgeholt. Ja, ihr habt richtig gehört. Er hat auf mich aufgepasst, obwohl er mich vermutlich gleichzeitig gehasst hat.

Mit diesem fremden Mann führte ich tiefgründige Gespräche über Gott und die Welt und ich fing an über meine Gefühle zu sprechen. Ich wurde regelrecht dazu aufgefordert. Ich sollte aussprechen, was ich mir im tiefsten Innern wünsche. Er hörte mir zu, wirklich zu! Und er zeigte mir EINEN Weg, wie man lernen kann zu fühlen.

Wenn wir im Bett waren, war das ein anderer Mann. Zwar immer zu 100% aufmerksam und hat meine Grenzen geachtet, aber natürlich hat er sie auch ausweiten wollen. Blaue Flecken, blutige Striemen, Bisswunden, Würgemaleden richtigen Schmerz spürte ich immer erst den nächsten Tag, wenn das Adrenalin meinen Körper verlies und ich in den Spiegel schaute, wie mein Körper übersäht war mit diesen ganzen Wunden. Aber dieser Mann fand das schön – ich war „sein Werk“, ein Kunstwerk der Verschandelung, aber ich fand mich auch schön. (Da kriegt Schmerztherapie gleich ‚ne andere Bedeutung. – OK. Nicht wirklich witzig!)

Ich hatte Schmerzen, aber es waren andere und sie gingen wieder weg. Das war neu!

Ein anderer Fokus. Ich konnte mich anders Fühlen.

Diese Geschichte soll NICHT dazu animieren, sich selbst Schmerz zuzufügen. Ganz und gar nicht! Ich hatte richtig Schwein, dass alles so lief, wie es lief.

Es war pure Verzweiflung, Wut, Ärger
und Hoffnung auf spürbare Liebe, die mich antrieben.

Ob ich es bereue? Nein. Zur damaligen Zeit war meine Handlung, die richtige für mich.

Ich stehe zu jeder Entscheidung in meinem Leben, ob positiv oder negativ. Manchmal schaue ich zurück und frage mich, ob ich nicht an bestimmten Lebenspunkten doch hätte etwas anders machen sollen, aber NEIN.

Ich würde Alles immer wieder so tun, in den Situationen mit meinem damaligen Wissen.

Und ich hatte bekommen, was ich brauchte, auch wenn auf eine eigenwillige Art.

Ich hatte Zugang zu meinem Herzen.

Ich wusste nun was ich wollte. Obwohl, dass stimmt so nicht!

Ich wusste, was ich nicht mehr wollte!

Übung Tag 4:

Mach die heutige Übung nur, wenn Du Dich traust, einmal in deinen Schatten zu blicken.

Damit Du nicht allein auf diese Reise gehen musst, nehme ich diese Achtsamkeitsübung für Dich auf und begleite Dich gern. So kannst Du Dich voll und ganz auf Dich und Deine Atmung konzentrieren und du hast einen Weggefährten an Deiner Seite.

Hier erhälst Du die „Exclusiv Tag 4 – Achtsamkeitsübung

Solltest Du nach Dieser Übung an deinen Gedanken noch festhängen, mach Dir bitte unbedingt JETZT noch einmal bewusst,

dass es NUR Deine Gedanken sind, auch wenn Ihnen eine Geschichte zugrunde liegt, die dir Leid bereitet. Diese Geschichte ist Vergangenheit.

Und eines steht für mich fest, daher hilft Dir vielleicht noch dieser Gedanke:

„Ohne Dunkelheit, kein Licht. Ohne Links kein Rechts. Ohne Leid kein Glück.“

Somit frage ich dich, woher willst Du wissen, was Glück oder Liebe ist, wenn Du nicht erlebt hast, was Schmerz oder Leid ist? Du hast ganz viel Liebe in Dir!

Schreibt mir gern in die Kommentare, wie Euch diese Übung gefallen hat, bzw. wie es Euch ergangen ist.

Ich möchte Euch hier mal einen Literaturvorschlag machen. Es gib ein wunderschönes Buch, wie ich finde, dass mir erst spät in die Hände fiel, durchaus lesenswert! Hier der Link zu Amazon, dann könnt ihr einen Blick ins Buch werfen:

„Ohne Schlamm kein Lotos – Die Kunst Leid zu verwandeln“

Aber zuerst, nimm mein Angebot für die heutige Atemübung an 🌬

Veröffentlicht von Stefanie Thurmann

Ich habe endlich die schönen Dinge in meinem Leben erkannt. Es waren nicht die Medaillen und der Erfolg, meine Gesundheit ging immer mehr bergab. Singen war und ist mein Seelenheil, aber ich hatte keine Luft mehr. Dann habe ich meinen Atem wiedergefunden. Atmen können wir alle! Und das ist meine Mission. Du kannst Dich gesund und glücklich atmen! Probiere es aus! Es kostet Dich nur ein paar bewusste Atemzüge!

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